Marc Rademacher beim Training am Chiemsee
Marc Rademacher bei der Reha

Marc Rademacher
im Interview

Nach einem Knorpelschaden am Knie war die Saison 19/20 für Bob-Anschieber Marc Rademacher frühzeitig beendet. Doch in der Reha im Medical Park Chiemsee stellt er sich mit viel Freude seinen „Baustellen“. Zahlreiche neue Trainingsimpulse helfen ihm dabei, auf das nächste Großereignis    Olympia 2022 in Peking zu fokussieren.

Reha-Pause
mit Bob-Anschieber Marc Rademacher

10 Fragen an Bob-Anschieber Marc Rademacher

Wir treffen:

Marc Rademacher, Bob Anschieber beim Bobteam Lochner

Wann und Wo?

Medical Park Chiemsee, Bernau-Felden im Februar 2020

Seine bisher größten    Erfolge:

Marc Rademacher fuhr im Team von Johannes Lochner im vergangenen Jahr vier Weltcups und gewann am Königssee 2019 die EM. Bei der darauffolgenden WM im kanadischen Whistler holte er im Teamwettbewerb der Bob- und Skeleton-Piloten eine Goldmedaille.

Ende 2019, kurz vor Saisonbeginn, zog sich Marc    eine Verletzung im Training zu. Diagnose: Knorpelschaden im rechtem Knie. Darauf folgt eine OP und drei Wochen stationäre Reha im Medical Park Chiemsee. Gemeinsam mit dem Expertenteam arbeitete der Bob-Anschieber    aber hier nicht nur an seinem Knie, sondern auch an seiner Schulterstabilität.

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Wie sieht für dich ein perfektes Frühstück aus?

Zu einem perfekten Frühstück gehört für mich auf jeden Fall Kaffee oder Tee. Dazu esse ich meistens Müsli mit ein bisschen Obst.  

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Hast du einen besonderen Tipp zur Regeneration?

Eine simple Wechseldusche – einfach heiß und kalt abduschen - ist immer super für die Regeneration. Auch sehr effektiv ist ein Saunagang. Das sind alles Maßnahmen, die leicht und kostengünstig umgesetzt werden können. Sie sind sowohl für Freizeit- und    Hobbysportler   als auch für   Profiathleten     geeignet.

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Unabhängig vom Sport, was lässt deinen Puls höher schlagen?

(Langes Überlegen) Eigentlich alles, was einen Adrenalinkick gibt. Ich fahre zum Beispiel gerne Achterbahn auf dem Oktoberfest. Außerdem ist die Zeit mit meiner Familie sehr wichtig. Das lässt jetzt zwar nicht direkt meinen Puls höher schlagen, aber es tut einfach gut. Schließlich bin ich die ganze Saison über unterwegs.

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Du hast dich für das Bobfahren entschieden. Gibt es noch eine andere Sportart, die du gerne bis zum Profiniveau betrieben hättest?

Tatsächlich ja. Ich habe von einem Kampfsport aus zum Bobfahren gewechselt. Das ist nicht gerade typisch. Normalerweise kommen die Sportler hauptsächlich aus der Leichtathletik. Ich habe von klein auf Judo gemacht, dann Boxen und zum Schluss MMA [Mixed Martial Arts  = Vollkontakt-Kampfsportart]. Ich denke ich hätte hier auch das Profiniveau in Deutschland erreichen können. Denn international ist es sehr schwierig.
So lassen auch MMA Wettkämpfe schon beim Zuschauen meinen Puls höherschlagen. Viele meiner Freunde sind noch aktiv dabei und wenn es die Zeit zulässt, helfe ich gerne bei den Vorbereitungen.

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Hast du ein Ritual vor dem Wettkampf?

Nein, ich habe kein spezielles Ritual. Bei mir läuft das Aufwärmen immer ähnlich ab. Außerdem bereiten wir uns die ganze Woche auf den Wettkampf vor und kennen die Bahn. Durch die lange Vorbereitung ist ein Ritual nicht notwendig.

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Nun bist du Wintersportler, aber bei welchen Temperaturen kommst du so richtig in Schwung – lieber heiß oder kalt?

Auf jeden Fall lieber bei heißen Temperaturen.

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Wie gehst du mit Nervosität um?

Generell bin ich bei jedem Wettkampf nervös, das gehört dazu. Doch der Grad der Nervosität ist immer sehr unterschiedlich. Am nervösesten bin ich bei den ersten und ganz wichtigen Wettkämpfen. Aber um meine Ziele zu erreichen, brauche ich auch ein bisschen Nervosität. So kann ich besser performen.

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Wie hat es dir bei Medical Park gefallen?

Ich bin von Medical Park positiv überrascht. Mir wurde die Klinik auch wärmstens von meinem Orthopäden empfohlen. Ich hatte noch nie eine OP und somit auch keine Reha. Daher wusste ich gar nicht, was auf mich zukommt. Ich habe mit ein paar Anwendungen gerechnet und das war’s. Doch ich hatte eine super intensive Zeit, die mich weitergebracht hat.

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Nimmst du auch neue Trainingsimpulse mit?

Auf jeden Fall. Ich habe mit den Trainern und Therapeuten ganz viel Neues gemacht. Ich hatte zwar schon einige    dieser Trainingsmöglichkeiten angekratzt, aber nicht weiterverfolgt. So habe ich gemerkt, dass ich noch einige Schwachstellen habe. Die Übungen helfen mir dabei, diese so gering wie möglich zu halten und deshalb bleibe ich dran.

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Wie war es mit den anderen Patienten – warst du mit ihnen im Austausch?

Ja natürlich. An meinem Tisch saßen noch vier andere Patienten und wir sind mittlerweile auch befreundet und haben eine WhatsApp Gruppe. Wir planen, uns mindestens einmal im Jahr zu treffen, gemeinsam was zu unternehmen und natürlich auch über den Heilungsfortschritt auszutauschen. Ich hatte auf jeden Fall eine gute Gesellschaft hier.

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Es ist ein unglaublicher Gewinn, mit jemandem  wie Marc zusammenzuarbeiten. Er strahlt so viel Lebensfreude aus und geht mit viel Spaß an die Sache.

Sebastian Stemmler, Leiter Therapie im    Medical Park Chiemsee