Snowboarderin Ramona Hofmeister
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Ramona Hofmeister
im Interview

Snowboarderin Ramona Hofmeister steht Rede und Antwort in ihrer Reha-Pause und erzählt vom intensiven Training und ihrem Kampfgeist.

Reha Pause
mit Snowboarderin Ramona Hofmeister

20 Fragen an Snowboarderin Ramona Hofmeister

Wir treffen:

Ramona Hofmeister, Snowboarderin Snowboard Germany Nationalmannschaft.

Wann und Wo?

Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus, Bad Wiessee am Tegernsee    im Juni 2019

Ihr bisher größter Erfolg:

Mehrfach konnte Ramona Hofmeister Weltcup Rennen für sich entscheiden. Bei Ihrer ersten Olympia-Teilnahme in Pyeongchang holte sie im Parallel-Riesenslalom die Bronze-Medaille. 

Nach einer Verletzung an der Schulter und der folgenden OP trainiert Ramona mehrmals täglich mit dem Therapeuten Team. 
 

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Wie sieht dein perfektes Frühstück aus?

Sehr gesund. Zuhause mache mir meistens ein Porridge. Ganz klassisch Haferflocken erhitzen und würzen. Das funktioniert in der Reha auch ganz gut. Haferflocken gibt es immer. Oben drauf kommen verschiedene Joghurts, Kokosraspeln und Leinsamen. Das habe ich mir heute früh auch gemacht und dazu waren Äpfel mit drin. 

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Ein guter Trainingstag beginnt mit…

Wenn ich gut gelaunt bin und positiv in den Tag starte. 

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Auf was freust du dich am meisten nach einem harten Trainings- oder Wettkampftag?

Zu relaxen, entspannen und eine kurze Auszeit für mich zu haben. Mit ein bisschen Yoga kann ich gut abschalten. Das mache ich oft, wenn wir unterwegs sind zum Beispiel auf Wettkämpfen oder Lehrgängen. Einfach alleine sich Zeit mal rauszunehmen. 

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Welches Lied darf auf deiner Trainings-Playlist nicht fehlen?

Meistens höre ich recht was Wildes, was mich auch für das Rennen motiviert. Also so in Richtung Parkway Drive, Adept oder While She Sleeps*.

*(Anmerkung der Redaktion: Metalcore-Bands)
 

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Du bist in der Reha ziemlich fleißig was dein Training angeht – gibt es aber auch Tage im Monat an denen du keinen Sport machst?

Gar kein Sport gibt es überhaupt nicht bei mir. Außer wenn ich vielleicht verletzt bin und operiert wurde. 
Im April ist es ein bisschen weniger, weil unsere Saison immer bis Ende März geht. Dann ist Zeit, um sich zu entspannen, zu sammeln und den Kopf frei zu bekommen. Die meisten von uns fahren in den Urlaub und dann geht es ab Mai wieder richtig los. 

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Wie lautet dein Tipp für die optimale Regeneration/Entspannung nach einem anstrengenden Trainingstag?

Ich bevorzuge kaltes Wasser. Ich bin auch hier jeden Tag im Tegernsee zum Baden*. Ansonsten ist natürlich die Ernährung für die Regeneration wichtig. 

*(Anmerkung der Redaktion: Die Wassertemperatur betrug zum Interview-Zeitpunkt etwa 16 bis 17 Grad)
 

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Hast du ein besonderes Ritual vorm Wettkampf?

Ja, im Winter beim Snowboarden am Wettkampftag habe ich ein Ritual. Wenn ich am Start stehe und kurz bevor es los, klopfe ich mit meinen Handschuhen zwei Mal auf den Helm. Dann weiß ich, „Jetzt gleich geht’s los.“ und mein Fokus ist voll darauf gerichtet was bevorsteht.  

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Ist es dir wichtig, dass Familie oder enge Freunde bei einem Wettkampf dabei sind oder macht dich das eher nervös und setzt dich unter Druck?

Das ändert bei mir nichts von der Nervosität. Ich freue mich wenn sie dabei sind und man seinen Erfolg mit der Familie und Freunden teilen kann. Ich bin da recht entspannt und stark von der Mentalität oben am Start. Das nimmt mir nicht die Ruhe.  

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Was war dein schönstes Fan-Erlebnis?

Da fallen mir viele ein. Spontan beim letzten Weltcup diese Saison in Winterberg - da habe ich eine getroffen die eine Fanpage auf Instagram von mir macht. Der Moment war total süß. Sie hat sich richtig gefreut und wusste gar nicht was sie sagen soll. Da freut man sich wirklich, wenn es solche Fans gibt die hinter einem stehen und einem so unterstützen. 

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Was lässt deinen Puls höher schlagen?

Wenn ich irgendwo auf der Bühne stehe und vor vielen Leuten zum Beispiel ein Interview halten muss oder irgendwo in einer Fernsehsendung eingeladen bin. Das macht mich wirklich nervös und lässt meinen Puls höherschlagen. 

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Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Da stehen eigentlich immer Smoothies drinnen und ab und zu auch mal ein Energie-Drink, weil ich das zum Autofahren ganz gerne mag. 

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Bist du ein Gefühls- oder ein Kopfmensch?

Ich bin ein Gefühlsmensch.

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Über welches Kompliment in deinem Leben hast du dich am meisten gefreut?

(überlegt lange) Dass ich schöne Augen habe.

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Deine Schulter ist nicht deine erste Verletzung und deine erste Reha – was ist dir in der Zeit der Rehabilitation besonders wichtig?

Das ich schon den Fokus auf meine Schulter lege, aber auch den Rest des Körpers trainiere. Nicht, dass wenn ich im September wieder fahren könnte, dann dastehe und das Handgelenk oder der Rücken wieder nachgibt.   Ziel ist es von oben bis unten wieder 100 prozentig fit zu werden.

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Was hat dir hier bei Medical Park am besten gefallen?

Ich finde es wunderschön hier. Auf Instagram haben mich schon viele gefragt, ob ich Urlaub mache. Ich bin zum ersten Mal hier bei Medical Park und es ist meine erste stationären Reha.  
Ich habe mir von einem anderen Sportler eine Meinung eingeholt - der wurde auch an der Schulter operiert und war hier. Er hat gesagt, dass es super ist und sofort wiederkommen würde. Da wusste ich, „Ich will sofort hier hin.“. Es ist wirklich so - ich würde jeder Zeit wiederkommen. 

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Unser Motto ist: „Gesundwerden und Wohlfühlen in traumhafter Lage“. Hast du hier in der Umgebung schon was unternommen und sehen können?

Ja. Wir haben einen „Kindertisch“ – wie ihn die älteren Patienten bezeichnen. Gemeinsam gehen wir zum Essen in der Umgebung oder machen Ausflüge. Ansonsten bin ich viel mit dem Radl unterwegs. Jetzt darf ich wieder draußen fahren. Vorher war das wegen den Schlägen nicht gut für die Schulter. Es ist sehr schön hier. 

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Nimmst du neue Trainings-Impulse vom Medical Park mit nachhause?

Ja auf jeden Fall. Speziell für den Rücken hat mir Klaus Remuta* einiges gezeigt. Manche Übungen habe ich in meinem Aufwärmprogramm schon mit drinnen. Es gibt einfach immer wieder Übungen die noch besser sind als die eigenen und die nimmt man mit auf. 

*(Anmerkung der Redaktion: Sporttherapeut im Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus)
 

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Wie ist das Miteinander mit den anderen Patienten? Unterstützt ihr euch gegenseitig?

Ja total. Ich habe noch niemanden getroffen der nicht nett war. Es ist super, dass so viele junge Patienten da sind. Da war ich gar nicht drauf vorbereitet. Wir sitzen alle an einem Tisch und tauschen uns aus. Das ist sehr interessant und macht Spaß. 

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Was war dein lustigstes Erlebnis in der Reha?

Es ist eigentlich alles lustig bei uns. Wir spielen jeden Abend Karten und ich verliere meistens, aber das macht nichts. Es ist eine sehr nette Runde.

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Wie sieht dein Saisonziel?

Ich muss alles ein bisschen zurückschrauben. Dadurch, dass ich das dritte oder vierte Mal hintereinander keine perfekte Saisonvorbereitung hatte. Darum steht diese Saison kein besonderes Highlight an. Die Weltcups sind total wichtig und auch für den Gesamtweltcup zu kämpfen, aber mein Ziel ist gesund zu werden und dann wieder anzufangen. Dann wird man sehen, ob ich daran wieder anschließen kann, wo ich aufgehört habe. 

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Danke, Ramona, für das interessante Gespräch! Wir wünschen Dir alles gute für die nächste Saison!

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